Trainingszeiten

Montag
Mon 24.09
18:00 Damen 3+4+5 (H) He2 (G)
20:00 Da2(G), Da1, He1 (H)
Dienstag
Tue 25.09
Kein Training
Mittwoch
Wed 26.09
18:00 Jugend, Damen 3+4+5 (H)
20:00 Da2, He1, He2 (H)
Donnerstag
Thu 27.09
20:00 Da1 (G)
Freitag
Fri 28.09
18:00 Da3+4+5 (L)
20:00 Freies Spiel Mix (L)

(G) - Goethehalle
(H) - Herderhalle
(L) - Liebighalle

 

DERBYSIEG!!! 16.01.2016

Ein frischer Wind weht durch das noch junge Kalenderjahr 2016 und die eisbedeckten Gießener Straßen. Mittlerweile haftet der kristallklaren Luft nicht mehr der schwefelhaltige Mief aus der Neujahrsnacht an. Vielmehr liegt ein sanftes Erwachen in der frostigen Brise, die so meint man, einen kaum vernehmbaren Ruf des Aufbruchs haucht. Mitunter fallen nur wenige Sonnenstrahlen in den schattigen Hof der Liebigschule, wo die klirrenden Kälte den Atem der dort stehenden Athleten zu winzigen Wassertröpfchen kondensieren lässt, die einer Nebelschwade gleich hinfort wehen. Es ist ihnen zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst, aber eben diese Athleten werden in Kürze dem prestigeträchtigen Duel zwischen dem Unabhängigen Sportclub aus Gießen und dem Gießener Schwimmverein eine weitere, neue, ATEMBERAUBENDE und SENSATIONELLE Legende hinzufügen. Am Ende des Tages werden sie diese schicksalhafte Stätte als siegreiche Angreifer verlassen, die Alle durch das Gleiche vereint sind:

Sie spielen im Jahr 2016 im besten Volleyballteam der Stadt Gießen!

Nach der eindeutigen Niederlage im Hinspiel pochten die Herren des GSV auf Revanche. Mit voll besetztem Kader und an Arroganz grenzendem Selbstbewusstsein sollte es bei diesem Aufeinandertreffen nun endlich reichen um als Sieger vom Feld zu gehen. Doch auch der USC misst dem Spiel gegen den Stadtrivalen stets eine besondere Bedeutung bei und verstärkte sich hierfür nicht nur digital bildgewaltig sondern auch real personell. Eins steht fest, ein Sieg ist für beide Teams eine Herzensangelegenheit!
Die Partie begann so leise, dass man meinte gar keinem Derby beizuwohnen. Weder die Zuschauer auf der Tribüne noch die Mannschaften machten mehr Lärm als zwingend notwendig war um sie zumindest dem Lager eines der Rivalen zuzuordnen. Das sportliche Abtasten verlief bis zum Spielstand von 9:9 ebenso ruhig. Starke Angaben des USC führten zu zwei aufeinanderfolgenden Annahmefehlern des GSV. Anschließend war der eigene Angriff zu bemüht diese Zähler wieder wett zu machen und haute die eigenen Attacken ins Aus. Dieser vier Punkte Rückstand reichte aus um den Motor des GSV-Spiels zum Stottern zu bringen. Im Folgenden wollte man in zahlreichen Aktionen Zuviel. Mit etlichen Eigenfehlern spielte man dem taktisch clever agierenden USC in die Hände und sah bei der zweiten Auszeit (20:12) nur noch wenig Zuversicht in den Gesichtern. Die Köpfe hingen tief, die Arme und Beine bewegten sich zu langsam und der beim Bruch im Spiel entstandene Riss, zog zusehends durch den eigenen Siegeswillen. Satzende beim Stand von immerhin 25:19.
Satz 2 begann mit unveränderter Aufstellung und Körperhaltung. Der USC tat für den Punktgewinn nicht mehr als den Ball ins Feld des GSV zu schlagen und dort auf einen Fehler in Annahme oder Angriff zu warten. Das Spiel kam vollends zum Erliegen als dem Schiedsgericht nachträglich ein Aufstellungsfehler des GSV auffiel. Folglich wurden die bis dahin gewonnenen Ballwechsel alle aberkannt und der Spielstand auf 12:0 zu Gunsten des USC korrigiert. Man mag die Schuld hierfür an mehreren Stellen suchen – eigentlich hätte dem Schiedsgericht die falsche Aufstellung schon vor Satzbeginn auffallen müssen, eigentlich sollte ein erfahrenes Trainerschlitzohr wie Tim Kornmann mühelos die Zahlen 9 und 6 auseinanderhalten können – letzten Endes war das Malheur geschehen! Immerhin konnte man bis zum Satzende noch einen zweizähligen Punktestand erspielen, was in der kürzeren Vergangenheit gegen den USC nicht immer der Fall war.
Mit der Attitüde „nichts mehr zu verlieren“ und dem siegessicheren Frohlocken der USC Anhänger im Ohr begann Satz drei. Umstellungen im Außen- und Diagonalangriff fruchteten von Beginn an. Der Block stand stabil, die Annahme kam so sicher wie das Amen in der Kirche. Beim 2:7 nahm der USC seine erste Auszeit, beim 13:22 seine Zweite. Auf der Seite des GSV lief alles zusammen ohne dass man dabei überragenden Volleyball zeigen musste. Zuspieler Marco Antonacci durfte unabhängig davon welchem Angreifer er den Ball auflegte, ein ums andere Mal über die erfolgreichen Angriffe jubeln. Beim 17:23 wurde Routinier Frank Kehr am Aufschlag für die finnische Mittelblockwaffe Sven Nicolai eingewechselt. Seine Flatterangaben brachten den Satzgewinn in trockene Tücher 17:25.
Durchgang vier läutete Martin Schönberger mit einer großartigen Aufschlagserie ein (0:5). Die Fehlerquote des USC nahm enorm zu, gleichzeitig krankte deren Zuspiel ob der stark unter Bedrängnis gesetzten Abwehr. Auch Wechsel auf Seiten des USC (11:18), konnten den GSV nicht in mehr in Bedrängnis bringen. Erneut ekelhaft flatternde Angaben vom eingewechselten Frank Kehr und einige Kracher vom wieder ins Spiel gekommenen Jan Pfeiffer über Außen führten zum Satzausgleich (20:25).
In der Tie-Break Time schlug dann die große Stunde von Zuspieler und Mannschaftskapitän Marco Antonacci. Beim Spielstand von 2:1 führte ihn die Rotation zum Aufschlag von wo er 9 (NEUN) Aufschläge in Folge im gegnerischen Feld versenkte. In der Crunch-Time scheint der GSV in dieser Saison eine besondere Stärke gefunden zu haben. Bereits am letzten Spieltag der Hinrunde war man zweimal über die volle Satzdistanz erfolgreich. Der USC wehrte sich trotz des hohen Rückstandes nach Kräften kämpfte wie ein verletztes Raubtier um jeden Ball, schließlich war es dann Frederik Klöpfel (Raketen Fred), der dem Biest im ersten Tempo den Todesstoß gab 13:15.

Der verdiente Sieg war besonders befriedigend, da es eine beispielhafte Mannschaftsleistung war, die Ihn ermöglichte. (Vielleicht auch das taktische Meisterstück vom Trainer, der wirklich alle Anwesenden in der Halle verwirrte.) In zwei Wochen geht es auswärts gegen die Eintracht aus Stadtallendorf weiter!

Für den GSV spielten: Marco Antonacci, Georg Erdmann, Max Kamm, Frank Kehr, Frederik Klöpfel, Tim Kornmann, Philipp Nürnberger, Sven Nicolai, Jan Pfeiffer, Martin Schönberger, Marlon Schreiber, Christian Wächter (Michael Stowasser, Andreas Kern, Thilo Deissler)